Projekte

Märkisch-Oderland geht den Holzweg II

Das Regionale Entwicklungskonzept der Bioenergie-Region Märkisch-Oderland für den Förderzeitraum 1.8.2012 bis 31.7.2015 wurde eingereicht.

Das Energiebüro MOL fördert das HEIZEN MIT HOLZ im Landkreis Märkisch-Oderland und ist dazu Beratungsstelle für Bürger, Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen sowie Koordinierungsstelle für das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Projekt „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“.

Insbesondere zur Umsetzung des Konzeptes „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ wird das Energiebüro MOL in enger Zusammenarbeit mit dem Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL und Forschungseinrichtungen wie der Technischen Fachhochschule Wildau, der Fachhochschule Eberswalde und dem Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung ZALF sowie weiteren Partnern Projekte realisieren bzw. sich an Projekten der Partner beteiligen. Um für die regionalen Akteure eine möglichst große Teilnahme an bzw. Partizipation von den Projekten zu organisieren stellen wir hier einige aktuelle Projekte vor.

 

Märkisch-Oderland geht den Holzweg

Ein Projekt des Landkreises Märkisch-Oderland
Projektträger: STIC Wirtschaftsfördergesellschaft MOL mbH

In den nächsten Jahren werden in der Region Wertschöpfungsketten zur nachhaltigen Nutzung von einheimischem Holz als Energieträger aufgebaut. So werden Erdgas und Öl durch eine erneuerbare, zukunftssichere Energiequelle ersetzt, die CO2-Emissionen reduziert und zugleich neue Arbeitsplätze geschaffen. Märkisch-Oderland wird zu einem Wissenszentrum für die effiziente und nachhaltige Nutzung von Holz als Energiequelle und kann mit seinen technologischen Errungenschaften, insbesondere aber auch mit seinen Netzwerkstrukturen zur Modellregion für die ganze Bundesrepublik werden.

Die bereits bestehenden Vernetzungen der Akteure, darunter vor allem das Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL, sollen zu regionalen Wertschöpfungsketten und einer Erzeuger-Verbraucher-Initiative ausgebaut werden. Ein Heizwärme-Contracting-Unternehmen wird gegründet.

Diese Aktivitäten werden durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Um die guten Voraussetzungen im Kreis, die notwendige Heizenergie verstärkt mit Holz aus regionalen Quellen abzudecken, umzusetzen, müssen Bewohner, Kommunalpolitiker und Unternehmer der Region dafür gewonnen werden, sich verstärkt für Holz als Heizquelle zu entscheiden. Dazu ist eine fachlich fundierte Informationsarbeit eine wesentliche Voraussetzung.

Zur Beratung der Bürger, Kommunen, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen sowie zur Koordinierung der Projektumsetzung wurde das Energiebüro MOL gegründet. Das Energiebüro soll langfristig in eine Energieagentur Märkisch-Oderland überführt werden.

Dipl. –Ing. Heiner Grienitz, Energiebüro MOL
Tel.: 03341 – 335 37 22, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Konzept „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ als PDF herunterladen.

 

belo.net

Ein Projekt der TH Wildau und Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Brandenburg ist eines der waldreichsten Bundesländer und bietet damit zahlreiche Möglichkeiten der Energieerzeugung aus Holz. Um die vorhandenen Wertschöpfungspotenziale optimal zu nutzen, müssen Produzenten und Dienstleister miteinander kooperieren.

Anfang 2009 haben die Fachhochschule Eberswalde und die Technische Fachhochschule Wildau eine hochschulübergreifende Forschungsgruppe zum Thema Energieholzlogistik gegründet. Wissenschaftler der Forschungsgruppe Verkehrslogistik (TFHW) und die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien (FHE) bearbeiten gemeinsam das Projekt belo-net. Darüber hinaus bauen die Hochschulen gemeinsam ein "Brandenburger Kompetenzzentrum Holzlogistik" mit Labor- und Schulungseinrichtungen auf und kooperieren im "Innovationsnetzwerk Holzlogistik - INNOHOLZ", das an der TFH Wildau koordiniert wird.

In dem Projekt belo-net werden betriebsübergreifende Logistikkonzepte entwickelt, mit denen lokale Unternehmen ihren Abnehmern Versorgungssicherheit, hohe Qualitätsstandards und konkurrenzfähige Preise bieten können. In Pilotprojekten wird getestet, wie in Logistiknetzwerken regional verfügbare Ressourcen effizient genutzt werden. Davon können neben Anlagenbetreibern, Landwirten und Waldbesitzern vor allem die auf den Energieholzsektor spezialisierten Dienstleister profitieren. Das Projektgebiet umfasst die Landkreise Märkisch-Oderland, Barnim, Uckermark und Oberhavel.

Dipl. -Forstwirtin Mareike Schultze, THF Wildau
Tel.: 03375 – 50 85 11, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.belo-net.de

 

Regionallabel „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“

Ein Projekt des Netzwerks Biofestbrennstoff MOL

Ein zentrales Vorhaben im Wettbewerbskonzept „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ war die Einführung eines regionalen Qualitätssiegels für hochwertige Holzhackschnitzel. Im Verlauf eines breit geführten und u. a. durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. ZALF Müncheberg begleiteten Diskussionsprozesses wurde die ursprüngliche Idee erweitert, so dass künftig regionale Unternehmen zertifiziert werden können, die hochwertige Brennstoffe, Anlagen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erzeugung und Nutzung von Biofestbrennstoffen anbieten.

Zunächst soll die Zertifizierung in den fünf Bereichen

  • Stückholz
  • Hackschnitzel
  • Holzpellets
  • Installation von Heizanlagen
  • Energieberatung

erfolgen. Neben der Einhaltung von jeweils spezifischen Qualitätsanforderungen sind zusätzliche Kriterien zur Erlangung des Labels u. a. Regionalität, Zuverlässigkeit und Liefersicherheit, laufende Aus- und Weiterbildung, faires Marktverhalten und die Einhaltung sozialer Standards.

Vergeben wird das Label vom eingetragenen gemeinnützig anerkannten Förderverein Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL e.V. Zu dessen Gründungsmitgliedern zählen Unternehmen sowie Vertreter des Landkreises und der Forsteinrichtungen: Der Netzwerkverein ist in Kooperation mit dem Energiebüro MOL im Auftrag des Landkreises Märkisch-Oderland für die Realisierung des Projektes „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ verantwortlich. Ein Fachbeirat, dem Vertreter des Landkreises und aller relevanten Zielgruppen angehören, wird die Einführung des Regionallabels begleiten.

Ein erfolgreiches Beispiel für ein regionales Qualitätslabel bzw. eine Regionalmarke ist die Regionalmarke Spreewald des Spreewaldvereines, dessen Erfahrungen in dieses Vorhaben eingeflossen sind.

Das Regionallabel „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ soll gleichermaßen aktiver Verbraucherschutz und Marketingmaßnahme für regionale Unternehmen und die gesamte Bioenergie-Region sein.

Wem nutzt das Regionallabel?

Vom Label „Märkisch-Oderland geht den Holzweg sollen u. a, profitieren:

  • Heizungs- und Kaminbetreiber
    Sie finden regionale Anbieter, die Kamin- und Stückholz, Hackschnitzel und Holzpellets preiswert, zuverlässig und umweltfreundlich liefern.
  • Heizungskunden
    Sie finden fachlich versierte Installateure, die störungsfreie Holzheizanlagen installieren und warten können.
    Durch die verschärften Anforderungen im Bereich der Emissionen (novellierte BImschV) und der Energieeffizienz (EnEV) ist es bei der Erstinstallation oder beim Ersatz und bei der Wartung einer Heizung wichtig, kompetente und zuverlässige Betriebe zu finden.
  • Gebäudebesitzer, die auf der Suche nach dem passenden Heizsystem sind
    Sie finden unter den zertifizierten und unabhängigen Energieberatern solche, die sich bei den Heizsystemen für Holzbrennstoffe sehr gut auskennen.
  • Regionale Unternehmen aus dem Bereich Heizen mit Holz
    Sie erhalten ein wirksames Marketinginstrument und steigern so ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber finanzstarken überregionalen Unternehmen. Zudem wird ihnen die Möglichkeit zur laufenden Weiterbildung und zu betriebsübergreifenden Kooperation geboten.
  • Region und Wirtschaftsstandort Oderland
    Sie profitieren dank der laufenden Weiterbildung von gut qualifizierten Betrieben auf dem Stand der Technik. Durch die Kooperation und Vernetzung der meist kleinen Unternehmen entstehen leistungsfähigere Anbietergemeinschaften. Weiter profitieren sie von der Wertschöpfung, die mit der umweltfreundlichen und sozialverträglichen Nutzung eines heimischen und erneuerbaren Energieträgers generiert wird.
  • Landkreis MOL
    Er setzt mit der Einführung des Regionallabels eine wichtige Arbeitsaufgabe seines Bioenergiekonzeptes frühzeitig um.

Wie soll das Regionallabel installiert werden?

Das Vorgehen zur Einführung und Etablierung des Regionallabels wurde im Rahmen mehrerer Netzwerktreffen und Beratungen mit erfahrenen Zertifizierungsunternehmen unter Beteiligung aller relevanten Zielgruppen abgestimmt und in einem Arbeitsplan festgehalten. Die Umsetzung gliedert sich in vier Arbeitsphasen mit einer Gesamtlaufzeit von max. 12 Monaten:

  • Bereitstellung der erforderlichen Arbeitsgrundlagen
    Erstellung des Zertifizierungs-Handbuches mit allen notwendigen Dokumenten, Arbeitsanweisungen und Checklisten zur Umsetzung des Regionallabels, Marketingkonzept mit CI und allen Informationsmaterialien
  • Öffentlichkeitsarbeit und Gewinnung von Unternehmen
    Umsetzung des Marketingkonzeptes und der Öffentlichkeitsarbeit; Ansprache, Werbung und Begleitung der regionalen Unternehmen; Konzeption und Durchführung der erforderlichen Weiterbildungsveranstaltungen
  • Pilotphase
    Durchführung von Inspektionen einschließlich Zertifizierung von 20 Betrieben. Parallel erfolgt die Qualifizierung von regionalen Inspekteuren Zum Abschluss der Pilotphase erfolgt eine Medienwirksame Übergabe der ersten 20 Zertifikate
  • Evaluierung der Pilotphase und Übergang in den regulären Betrieb

Welche Effekte sollen mit dem Regionallabel erreicht werden?

Mit dem Projekt werden folgende messbaren Effekte (Erfolgsindikatoren) erzielt:

  • Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen zum Regionallabel
  • Umsetzung einer wirksamen Medienkampagne
  • Modellhafte und medienwirksame Zertifizierung von mindestens 20 regionalen Unternehmen
  • Ausbildung von mindestens 3 regional ansässigen Inspekteuren

Über die unter der Überschrift „Wem nutz das Regionallabel?“ genannten Effekte hinaus profitiert die gesamte Wertschöpfungskette – von der Holzernte bis zum Vertrieb der Holzbrennstoffe und von der Energieberatung, Planung und Installation der Holzheizung bis zur Wartung vom Projekt. Im Gegensatz zur reinen Energieproduktion durch branchenfremde und externe Unternehmen (wo in der Regel neben den Veredelungsschritten auch die Gewinne außerhalb der Region anfallen), sichert das vom Landkreis getragene Konzept „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ regionale Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Ein weiterer Effekt ist der erhebliche Beitrag zum Klimaschutz: Ziel der Bioenergie-Region MOL ist die Einsparung von rund 35´000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dazu kann das Regionallabel einen wesentlichen Beitrag leisten.

Dipl.-Ing. Martin Merk
Tel.: 033602 – 5 81 00, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Projekt Regionallabel als PDF


 

Beratung

Kostenlose Orientierungsberatungen zum HEIZEN MIT HOLZ nach telefonischer Anmeldung unter der Telefonnummer
03341 - 335 116

Ansprechpartner


Dipl. –Ing. Heiner Grienitz

Projektleiter


Georg Stockburger
Berater

Kontakt

Energiebüro MOL
c/o STIC Wirtschaftsfördergesellschaft MOL mbH
Garzauer Chaussee 1a
15344 Strausberg
Tel.: 03341 – 335 116
Fax: 03341 – 335 216
Mail: energiebuero(at)stic.de

gefördert im Rahmen:



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